Ein unvergessliches Wochenende in Granada-Tag 1

Bei vielen Andalusien-Urlaubern steht Granada ganz oben auf der Wunschliste. Viele begeisterte Architekturliebhaber können es gar nicht erwarten, die magische Burganlage aus dem 14. Jahrhundert zu bewundern. Das Highlight der Stadt wird aber erst am zweiten Tag meines kleinen Wochenend-Programmes besucht. An Tag eins steht erst einmal die Altstadt mit ihren reizvollen engen Gassen, beeindruckenden Kirchen, kleinen Tapas Bars und gemütlichen Tee-Stuben auf dem Programm. Dafür habe ich für euch einen kleinen Rundgang ausgearbeitet.

Die riesige Kathedrale sollte den Übergang von der maurischen zur christlichen Herrschaft zeigen.
Die riesige Kathedrale sollte den Übergang von der maurischen zur christlichen Herrschaft zeigen.

Wir beginnen die Stadt-Tour mitten in der Altstadt, genauer gesagt an der Kathedrale von Granada. Bereits mit der Eroberung von Granada wurde sie von der kastilischen Königin Isabella in Auftrag gegeben. Doch erst 1704 wurde das Gebäude endgültig fertiggestellt. Für einen Eintritt von 3,50 Euro kann der gewaltige Bau von Innen besichtigt werden.

Bilder Andalusien 117
Auch die Innenräume sind weitläufig und prunkvoll.

 

Aber auch die umliegenden Straßen bieten einiges. Beim Schlendern durch die schmalen Straßen des christlichen Viertels Granadas kannst du leicht Straßen-Märkte, einladende Plätze, leckere kleine Tapas-Bars und nette Läden entdecken. Eine Besonderheit in Granada ist, dass man bei jeder Getränke-Bestellung kostenlos eine Tapa serviert bekommt- und das bei Bierpreisen von 1 bis 2 Euro und Weinpreisen von 2 bis 4 Euro. Im christlichen Viertel befinden sich auf jeden Fall genug Bars, um einen umfassenden Eindruck von den Tapas-Spezialitäten der Stadt zu bekommen.

In den umliegenden Straßen können viele Importe aus Marokko gekauft werden.
In den umliegenden Straßen können viele Importe aus Marokko gekauft werden.

Als nächstes steht das jüdische Viertel, El Realejo, auf dem Programm. Auch wenn hier nicht so viel los ist wie im christlichen, lässt sich hier eine Menge entdecken. Gemütlich kannst du die kleinen Straßen entlangbummeln, denn auf dem Weg entdeckst du garantiert den ein oder anderen versteckten Schatz. Als wir in Granada waren, haben wir hier beispielsweise eine Kunst-Ausstellung gefunden und haben eine bunte Hochzeitsfeier auf einem kleinen Kirchplatz miterlebt.

Im jüdischen Viertel bewegt man sich abseits der Touristen-Ströme und kann viel entdecken.
Im jüdischen Viertel bewegt man sich abseits der Touristen-Ströme und kann viel entdecken.

Im Anschluss an das kleine jüdische Viertel geht es wieder in einen etwas touristischeren Bereich von Granada. Genauer gesagt geht es nach Albaicín, in das so genannte maurische Viertel. Dieses zieht sich einmal komplett den Berg gegenüber der Alhambra hoch. In den engen Gassen lassen sich maurische Gärten und Gebäude bewundern und wer von dem Aufstieg ein wenig fertig ist, kann auch zwischendurch in eine Shisha- oder Tee-Bar einkehren. Denn diese finden sich überall im maurischen Viertel. Einen Té marroquí (ein marokkanischer Minztee mit Honig) solltest du aber zumindest mit in dein Tagesprogramm aufnehmen.

Der Aufstieg lohnt sich...
Der Aufstieg lohnt sich…

Je weiter man der Berg des maurischen Viertels erklimmt, wird man früher oder später die Hinweisschilder zum Mirador de San Nicolas sehen. Dies ist unser nächster Stopp auf der Route. Von der Aussichtsplattform aus hat man einen traumhaften Panorama-Blick auf die gegenüberliegende Alhambra. Diesen Hotspot solltest du dir am besten bis zum Sonnenuntergang aufbewahren (natürlich haben alle anderen Touristen die gleiche Idee, aber es ist zweifellos ein besonderes Erlebnis). Hier bekommst du einen Eindruck davon, wo alle Postkarten-Fotos entstehen.

... für diesen fantastischen Ausblick.
… für diesen fantastischen Ausblick.

Bilder Andalusien 188

Nachdem du den Blick auf die Alhambra umfassend genossen hast, kannst du entweder arabische Spezialitäten im Viertel genießen oder wieder den Berg hinabsteigen und die Tapas-Spezialitäten im christlichen Viertel genießen. Beides ist auf jeden Fall eine gute Wahl. Nach einem spannenden Tag in der zauberhaften Stadt, kannst du entweder noch das andalusische Studenten-Nachtleben testen (die Universität Granada zählt zu den bekanntesten und größten Hochschulen Spaniens) oder nach den letzten Getränken und Tapas ins Hostel zurückkehren. Am nächsten Tag steht der Besuch der magischen Alhambra auf dem Programm. Mehr dazu gibt es im zweiten Teil meiner kleinen Granada-Guide-Reihe.

Das maurische Viertel bietet nicht nur marokkanische Bars und Restaurants, sondern auch viele Shops mit orientalischer Ware.
Das maurische Viertel bietet nicht nur marokkanische Bars und Restaurants, sondern auch viele Shops mit orientalischer Ware.

Und wie sieht es mit dir aus? Warst du schon einmal in Granada oder planst du einen Besuch? Hast du vielleicht noch einen Geheimtipp für eine unvergessliche Reise in die Stadt der Mauren? Ich freue mich auf deine Tipps und Kommentare!

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