Ein Praktikum in Andalusien Teil 1: Warum die Region perfekt zum Leben und Arbeiten ist

Vor einiger Zeit habe ich euch schon einmal beschrieben, wie ihr am besten euer Wunschpraktikum im Ausland plant. Doch wo soll es genau hingehen? Du bist dir noch nicht sicher, wo du gerne einmal mehrere Monate am Stück leben und arbeiten würdest, Hauptsache Ausland? Du willst eine aufregende Region kennen lernen, wo du super viel erleben kannst? Du möchtest zwischendurch mal abschalten, einfach einen Ausflug machen, neue Leute kennen lernen und tagelang am Strand liegen? Warmes Wetter ist genau dein Ding? Wie wäre es mit Andalusien? In den nächsten Wochen werde ich euch eine kleine Reihe zum Thema „Praktikum in Andalusien“ zusammenstellen. Der heutige Teil soll dir erst einmal die Vorteile der Region näher bringen und dich davon überzeugen, dass der südlichste Zipfel von Spanien perfekt für ein Auslandspraktikum geeignet ist. Dafür habe ich gleich fünf gute Gründe parat. Im weiteren Verlauf der Serie liefere ich dir hilfreiche praktische Tipps für den Bewerbungsprozess und die Planung deines Auslandsaufenthaltes.

So einen Sonnenuntergang kann man an der Costa del Sol täglich bewundern.
So einen Sonnenuntergang kann man an der Costa del Sol täglich bewundern.
  1. Die Umgebung: In kaum einer anderen Region kann man so viel auf einmal erleben. Jede der acht Provinzen verfügt über einen ganz eigenen Flair, quirlige Städte, spannende Kulturereignisse und atemberaubende Natur. Nicht zu vergessen die 836 Küstenkilometer. Strandliebhaber kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Du kannst sicher sein, dass du hier niemals Langeweile haben wirst. Hinzu kommt ein wunderbar trockenes und warmes Klima. Was will man mehr?

    Die Feria de Agosto ist ein jähhrliches Highlight in der Altstadt von Málaga.
    Die Feria de Agosto ist ein jähhrliches Highlight in der Altstadt von Málaga.
  2. Die Lebenshaltungskosten: In Andalusien sind viele Güter und Dienstleistungen sehr viel günstiger als in Deutschland. Besonders Lebensmittel sind vergleichsweise günstig. Obst und Gemüse bekommt man teilweise für einen Bruchteil des deutschen Preises. Auch die Wohnpreise sind relativ moderat. In Málaga gibt es zum Beispiel im Preissegment von 150 bis 300 Euro monatlich eine große Auswahl an WG-Zimmern. Für ein Hostel zahlt man dagegen in der Nebensaison normalerweise ungefähr 15 bis 20 Euro pro Nacht in einem Mehrbettzimmer. Dabei sind Sevilla, Córdoba und Granada etwas teurer als Unterkünfte an der Küste. Besonders die Costa de la Luz mit Highlights wie Cádiz und Tarifa kann mit günstigen Preisen überzeugen. Dies alles sind allerdings nur grobe Anhaltspunkte. Im Vergleich zu anderen beliebten Destinationen von deutschen Abiturienten wie zum Beispiel Australien, Neuseeland oder die USA kannst du in Andalusien aber zweifellos mit einem verhältnismäßig geringen Budget auskommen.

    In Tarifa kann man für wenig Geld übernachten.
    In Tarifa kann man für wenig Geld übernachten.
  3. Die Sprache: Auch wenn im spanischen und lateinamerikanischen Raum die Wirtschaft momentan nicht unbedingt boomt, gibt es doch heutzutage immer mehr Jobs, in denen die spanische Sprache von Vorteil ist. Mit weltweit 330 Millionen Muttersprachlern gehört sie außerdem zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. Vor allem, wenn du später gerne im touristischen Bereich arbeiten möchtest, wirst du auf Spanischkenntnisse angewiesen sein. Bei einem Praktikum kannst du deine Sprachkenntnisse wunderbar ausbauen. In jeder größeren Stadt Andalusiens kannst du aber auch eine Sprachschule besuchen. Solltest du eine längere Zeit dort verbringen, kannst du auch nachschauen, ob vielleicht eine Universität in deiner Nähe einen Spanischkurs für Ausländer anbietet. Diese Kurse sind in der Regel etwas günstiger als die Tarife der Sprachschulen. Viele Sprachschüler schildern, dass ihnen das Erlernen der Sprache recht leicht gefallen ist, das heißt du kannst auch ohne Grundkenntnisse schnell ein paar Basiskenntnisse erlernen.
  4. Die Menschen: Während in Deutschland gegen die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes oder den Verfall der deutschen Kultur gewettert wird, werden Ausländer in Spanien generell sehr freundlich behandelt, obwohl es natürlich auch hier einen Unterschied macht, ob man beispielsweise aus Deutschland oder aus Marokko kommt. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass hier die Angst vor Fremden wesentlich geringer ist als in Deutschland. Mit Basiskenntnissen im Spanischen kann man hier im Handumdrehen Menschen kennen lernen und das Land von seiner schönsten und lebendigsten Seite erleben. Denn schnell folgt auf das Kennenlernen eine Einladung, wenn du freundlich und offen auftrittst. In jeder größeren Stadt gibt es auch Couchsurfing-Events und Austausch-Abende, wo du Leute aus aller Welt kennen lernen kannst.

    Zu einer "cerveza" in einer Bar sagen die Wenigsten nein.
    Zu einer „cerveza“ in einer Bar sagen die Wenigsten nein.
  5. Die EU-Mitgliedschaft: Die EU ruft in der Regel nicht unbedingt Jubelschreie hervor. Doch die EU-Mitgliedschaft kann einem einiges erleichtern. Während man außerhalb der EU eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis benötigt, braucht man für ein Praktikum in Spanien nur einen gültigen Personalausweis. Auch die gesetzliche deutsche Krankenversicherung reicht in den meisten Fällen für ein Praktikum aus. Der Papierkram wird also sehr gering und man muss im Vorfeld nur wenig organisieren.

Wie sieht es bei dir aus? Konnte ich dich zu einem Praktikum in Andalusien ermutigen? Oder hast du dort schon einmal gelebt?

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